Eine Amputation bei Diabetes gilt es möglichst zu verhindern.

Der diabe­tische Fuß — eine Folge des seit langem hohen Blutzu­cker­spiegels — ist eine gefürchtete Kompli­kation bei Diabetes. Blutzucker schädigt die Arterien, wodurch die Arteri­enwand verhärtet und die Blutzufuhr zu peripheren Bereichen des Körpers einge­schränkt wird.

Blut trans­por­tiert Nährstoffe und Sauer­stoff zu Geweben und Zellen. Wenn Zellen und Gewebe von Nährstoffen und Sauer­stoff befreit werden, tritt eine als Ischämie bezeichnete Erkrankung auf. Die Zellen sterben allmählich ab. Dies ist medizi­nisch als Nekrose bekannt.

Zusätzlich verur­sacht Diabetes Neuro­pathie, ein Zustand, der die Nerven schädigt und einen Verlust von Gefühl oder Gefühl verur­sacht. Die Verengung der Arterien und die diabe­tische Neuro­pathie führen zur Entwicklung des diabe­ti­schen Fußes.

Infek­tionen passieren leicht. Wegen zu viel Zucker im Blut gedeihen Bakterien. Dann tritt eine  Infektion auf, Ihre Haut verfärbt sich und stirbt ab, Ihre Knochen infizieren sich und der Arzt muss Ihren Fuß amputieren.

Diabe­tiker haben unter­schied­liche Stadien der Betei­ligung der unteren Extre­mi­täten. Die Zehen, ein ganzer Fuß oder eine ganze untere Extre­mität können beteiligt sein.

Massnahmen der diabe­ti­schen Fußpflege:

1. Waschen Sie Ihre Füße jeden Tag sanft mit lauwarmem Wasser und milder Seife. Vor dem Waschen sollten die Füße zuerst die Wasser­tem­pe­ratur messen. Das Wasser könnte zu heiß sein und deine Füße fühlen es nicht und du kannst Verbren­nungen bekommen. Und trocknen Sie Ihre Füße sanft statt zu reiben.

2. Überprüfen Sie täglich gründlich Ihre Zehen und Füße auf Kratzer, Hühner­augen, Blasen, Schnitt­wunden oder Verlet­zungen. Inspi­zieren Sie jeden Bereich Ihres Fußes an der Spitze, den Sohlen, den Seiten, den Fersen und besonders zwischen den Zehen. Die beste Zeit ist kurz bevor Sie ins Bett gehen oder nachdem Sie sich gewaschen haben oder nach dem Baden.

3. Bitten Sie jemanden, Ihre Füße zu inspi­zieren, wenn Sie sie nicht erreichen können.

4. Tragen Sie Antipilz­pulver auf, um eine Infektion zu verhindern. Wenn Ihre Haut trocken und rissig ist, tragen Sie nach dem Waschen oder Baden Lotion, Vaseline oder Öl auf, besonders eignen sich Aloe Vera Produkte, aber nicht in Bereichen, in denen Sie Wunden haben.

5. Tragen Sie diabe­tische Socken, die die Durch­blutung Ihrer Füße unter­stützen können. Einige diabe­tische Socken sind antibak­te­riell.

6. Tragen Sie Diabe­ti­ker­schuhe, Sandalen oder Stiefel. Sie gibt es in verschie­denen Stilen und maßge­schneidert, um sich der Form und Größe Ihrer Füße anzupassen.

7. Bringen Sie zusätz­liche Schuhe mit, wenn Sie reisen, besonders wenn Sie den größten Teil Ihres Tages oder einer Nacht in einem Bus oder Flugzeug verbringen. Es ist sehr nützlich, ein zusätz­liches Paar mitzu­nehmen, wenn Sie im Wald wandern oder spazieren gehen. Für den Fall, dass Ihre Schuhe schlammig oder zu eng werden, können Sie die Schuhe wechseln.

8. Verwenden Sie gute Lauf- oder Wander­schuhe, wenn Sie joggen oder wandern. Verwenden Sie geschlossene Schuhe, um Ihre Füße vor scharf­kan­tigen Gegen­ständen zu schützen, die Ihre Füße verletzen können.

9. Achten Sie auf Ihre Zehen­nägel. Schneiden Sie sie kurz und gerade, um einen einge­wach­senen Zehen­nagel zu vermeiden. Sie können dies direkt nach dem Baden tun, wenn Ihre Nägel weich sind.

10. Wenn Sie sich für eine Pediküre entscheiden, achten Sie darauf, dass Sie eine Fachkraft wählen, deren Instru­mente nach jedem Gebrauch desin­fi­ziert werden. Um sicher zu sein, können Sie Ihre eigenen Pediküre-Werkzeuge mitbringen. Achten Sie darauf, dass Ihre Nagelhaut nicht zu tief geschnitten wird, oder besser, lassen Sie sie nicht abschneiden. Bakterien, Pilze und Viren können sehr leicht in Ihre Haut eindringen.

11. Erfahren Sie, wie Sie Fußpro­bleme identi­fi­zieren können.

12. Trainieren Sie regel­mäßig, um die Durch­blutung Ihrer unteren Extre­mi­täten zu verbessern.

13. Sehen Sie Ihre medizi­nische Fusspflege mindestens einmal im Jahr.

14. Wenn Sie Wunden haben und sofor­tiges Handeln angebracht ist, suchen Sie Hilfe bei Ihren örtlichen Ärzten oder Notdiensten.

Die diabe­tische Fußpflege

1. Gehen Sie nicht barfuß, auch nicht in Ihrem Schlaf­zimmer. Das gleiche, wenn Sie in Pools schwimmen gehen. Der Strand ist besonders gefährlich für Ihre Füße. Tragen Sie einen dicken, hartge­sohlten Slipper oder eine Sandale. Kleine, zerbro­chene winzige Muscheln oder scharfe Steine ​​können deine Füße zerschneiden, ohne dass du es bemerkst.

2. Tragen Sie keine eng anlie­genden oder unbequemen Schuhe. Für Damen vermeiden Sie spitze Schuhe, da sie den Blutfluss zu Ihren Zehen beschränken. High Heels können auch den Blutfluss zu den Zehen beschränken.

3. Tragen Sie keine Socken, die zu eng sind. Wählen Sie Socken, die Ihre Füße atmen lassen können.

4. Ignorieren Sie keine Fuß- oder Zehen­ver­letzung.

5. Verpassen Sie nicht Ihren Endokri­no­logen oder Arzttermin. Ein streng kontrol­lierter Blutzu­cker­spiegel kann die Verschlech­terung Ihres Fußzu­stands verhindern.

6. Rauchen Sie nicht. Rauchen verengt Ihre Arterien weiter und schränkt den Blutfluss zu Ihren Füßen ein.

7. Verwenden Sie keine starken antisep­ti­schen Lösungen an Ihren Füßen. Sie können Ihre Haut verätzen.

8. Benutzen Sie kein Heizkissen oder Wärmflasche auf Ihren Füßen.

9. Gehen Sie nicht auf heißem Pflaster oder an heißen Sandstränden. Sie können Sie sich am Strand mit dicksoh­ligen Pantoffeln oder Sandalen behelfen. Wenn Ihre Füße nachts kalt sind, tragen Sie Socken im Bett.

10. Behandeln Sie kleine Verlet­zungen, Schwielen oder Hühner­augen nicht mit rezept­freien Arznei­mitteln oder Hausmitteln, sondern verein­baren Sie einen Termin mit einem Fußpfleger, um Fußpro­bleme zu behandeln.

11. Sitzen Sie nicht mit gekreuzten Beinen oder stehen Sie zu lange. Wenn Sie unterwegs sind, beugen Sie Ihre Füße, dehnen Sie sie aus, stehen Sie auf und gehen Sie regel­mäßig spazieren.

12. Vergessen Sie nicht Ihre Diabetes-Medika­mente.

Dies sind wichtige Tipps, um eine weitere Verschlech­terung Ihrer Beschwerden zu verhindern und um eine Amputation zu vermeiden.

Der beste Weg, den diabe­ti­schen Fuß zu verhindern, ist es, Ihren Blutzu­cker­spiegel durch Ernährung, Bewegung, Compliance mit Ihren antidia­be­ti­schen Medika­menten, Blutzu­cker­messung und Kontroll­un­ter­su­chungen bei Ihrem Endokri­no­logen oder Gesund­heits­dienst­leister zu verwalten und zu kontrol­lieren.