Fußbad und Armbad für die Gesundheit

Das Kneipp Fußbad

Das Fußbad kann zur Prophylaxe oder im Rahmen der Hydrotherapie nach KNEIPP bei einer Reihe von Erkrankungen eingesetzt werden. Das Bad beschränkt sich auf Füße und Unterschenkel. Ein Fußbad hat eine indirekte Wirkung auf den ganzen Körper.

Ein Fußbad wird entweder mit kaltem oder warmem Wasser, mit wechselnder Temperatur oder temperaturansteigend durchgeführt. Die Füsse und Beine werden bis über die Waden ins Wasser getaucht.

Warme Fußbäder helfen im Winter gegen kalte Füße, kalte Fußbäder bringen an heißen Tagen wohltuende Abkühlung. Über das Fußbad zur Reinigung der Füße gehen wir in diesem Beitrag nicht ein.

Das warme Fußbad

Das warme Wasser erweitert die Gefäße, verbessert die Durchblutung und den Stoffwechsel. Es wirkt entspannend auf die Rückenmuskulatur und die Nasenschleimhaut, ist durchblutungsfördernd, schlaffördernd und beruhigend. Ein warmes Fußbad sollte etwa 38 Grad haben und 10 bis 15 Minuten andauern. Beachten sollte man auch, dass das warme Fußbad eine Belastung für den Kreislauf darstellt.

Bei besonderen Fußproblemen kann ein Kräuterzusatz zum Fußbad helfen. So sollte man bei Schweißfüßen Eichenrinde und bei Entzündungen der Füße Kamille probieren. Außerdem könnte bei Gicht und Rheuma Haferstroh als Zusatz hilfreich sein. Aber Vorsicht, bei akuter Venenthrombosen sollte ein warmes Fußbad nicht angewendet werden. Bei anderen Venenproblemen sollte das warme Wasser nur bis zum Knöchel reichen.

Das kalte Fußbad

Das kalte Wasser regt den Körper zu einer stärkeren Durchblutung an. Das kalte Fußbad hat eine ähnliche Wirkung wie das Wassertreten. Das kalte Fußbad kann helfen, auch nach anstrengenden Tagen zu entspannen. Es ist infektvorbeugend, abhärtend, schlaffördernd, venenkräftigend und regt die Durchblutung an.

Wie bei jeder anderen hydrotherapeutischen Kneipp-Anwendung muß man zu Beginn des Fußbades darauf achten, dass die Füße warm sind. Falls das nicht der Fall ist, hilft vorher Gymnastik oder ein Spaziergang. Dann stellt man sich für 15 bis 60 Sekunden in kaltes Wasser.

Nach dem kalten Fußbad soll man sich das Wasser von den Füssen abstreifen und ohne abtrocknen warme Strümpfe anziehen und leicht bewegen, bis die Füße getrocknet und vollständig erwärmt sind. Bei Entzündungen der Blase und der Nieren sowie bei Thrombosen in den Beinen das kalte Fußbad nicht anwenden.

Das kalte Armbad

Das kalte Armbad ist eine Methode der Hydrotherapie auf der Grundlage von Sebastian Kneipp. Ein Armbad ist eine einfache kleine Anwendung mit guter Wirkung. Von einem kalten Armbad spricht man, wenn das Wasser kälter als 18°C ist.

Bei Beginn sollen die Hände und Arme warm sein. Man taucht die Arme bis zur Mitte der Oberarme in das Wasser, die Ellbogen sollen rechtwinklig gebeugt sein. Atmen Sie ruhig und gleichmäßig. Nach 10 bis 30 Sekunden, aller spätestens nach 60 Sekunden muß das Armbad beendet werden. Das Wasser streift man ab (nicht abtrocknen!) und bewegt die Arme hin und her, bis sie getrocknet und wieder erwärmt sind.

Das Armbad ist nicht belastend. Es belebt den Körper, kühlt und entspannt ihn. Das kalte Armbad kann bei niedrigem Blutdruck, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Nervosität, Wetterumschwung und Schwitzen helfen. Es wirkt antidepressiv. Das Armbad ist für eine Abhärtung gut geeignet. Es wirkt immunstimulierend und ist somit infektvorbeugend.

In vielen Kur- und Erholungsorten gibt es Armbadebecken wie hier auf dem Foto zu sehen ist. Aber man kann es auch zuhause in einer geeigneten Wanne durchführen. Als Kontraindikation gelten schwere Herz- und Hauterkrankungen. Aber auch hier gilt: Fragen Sie unbedingt Ihren Hausarzt, lassen Sie sich beraten.

Viel Spaß beim Armbad!

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